Angst, Traurigkeit, Wut, Schuld und Scham gehören zu unserem Leben. Trotzdem verbringen wir oft erstaunlich viel Zeit damit, genau diese Gefühle zu vermeiden, zu kontrollieren oder möglichst schnell wieder loszuwerden.
Wir vermeiden Situationen, suchen nach Sicherheit, passen uns an oder ziehen uns zurück. Das hilft oft kurzfristig. Langfristig kann aber genau dieser Versuch dazu führen, dass wir unser Leben immer stärker danach ausrichten, was wir nicht fühlen wollen.
In meiner therapeutischen Arbeit geht es deshalb nicht darum, unangenehme Gefühle möglichst schnell zu beseitigen. Es geht darum, zu verstehen, was in Ihrem Leben schwierig geworden ist, wie Sie bisher damit umgegangen sind und was davon heute noch hilfreich ist.
Gefühle dürfen dabei ihren Platz haben. Wir können lernen, wieder mehr hinzufühlen, sie ernst zu nehmen und gleichzeitig selbst zu entscheiden, wie wir mit ihnen umgehen und wie wir unser Leben gestalten.